FABEKUN-SATTELSTÜCK DN 400/200 90 GRAD

Normaler Preis €430,78
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Produktdetails:
  • Artikelnummer 866755
  • EAN 4022804300076

Funke FABEKUN-Sattelstück DN 400/200, 90° – mit Kugelgelenk, Kernbohrung 257 mm

Der Unterschied zu den übrigen Sattelstücken dieser Reihe steckt in der zweiten Zahl: Dieses Stück bindet eine DN-200-Leitung an, nicht die sonst übliche DN 160. Das ist der größere Anschluss – gebraucht dort, wo nicht ein einzelnes Haus angeschlossen wird, sondern ein Sammelstrang, ein größeres Objekt oder eine Flächenentwässerung. Auch das Gewicht zeigt den Unterschied: 7,85 kg gegenüber knapp 3 kg bei den DN-160-Ausführungen.

Und damit die Einordnung, die den Kauf entscheidet: In unserem Programm ist dies der einzige Abzweig für eine DN-200-Anschlussleitung. Alle anderen Kanalanschlüsse, die wir führen, binden DN 160 an:

  • FABEKUN-Sattelstücke – für Hauptrohre von DN 250 bis DN 1800, Anschluss durchgehend DN 160
  • CONNEX-Anschlüsse – für Hauptrohre von DN 200 bis DN 500, Anschluss ebenfalls DN 160
  • Dieses Sattelstück – Hauptrohr DN 400, Anschluss DN 200

Wer also einen DN-200-Abzweig braucht und ein DN-400-Hauptrohr vor sich hat, ist hier richtig. Wer DN 160 anschließt, nimmt das deutlich leichtere und günstigere Sattelstück derselben Baureihe – und spart sich zugleich die größere Kernbohrung.

Wofür das Sattelstück gebaut ist: Es bindet eine Leitung nachträglich in einen bestehenden Kanal ein, ohne dass ein Rohrstück des Hauptstrangs ausgebaut werden muss – bei dickwandigen Rohren aus Beton und Stahlbeton nach DIN EN 1916 sowie Steinzeug. Die Wanddicke des Hauptrohrs darf dabei zwischen 50 und 110 mm liegen. Für dünnwandige Kanalrohre ist stattdessen der CONNEX-Anschluss vorgesehen – das ist die erste Frage, die Sie am Objekt klären: dickwandig oder dünnwandig.

Drei Dinge machen diese Bauart im Tiefbau so wertvoll. Erstens bleibt die Rohrbettung unberührt: Wer ein Rohrstück ausbaut, um ein Abzweigstück einzusetzen, zerstört das Auflager des Hauptkanals und muss es wiederherstellen – im ausgehobenen Graben, unter Wasser und oft unter Zeitdruck. Zweitens läuft der Kanal während der Montage weiter: Angebohrt wird von außen, der Betrieb muss nicht unterbrochen werden. Drittens der spannungsfreie Anschluss: Haupt- und Anschlussleitung setzen sich im Boden unterschiedlich; eine starr einbetonierte Verbindung nimmt diese Bewegung nicht auf und reißt an der Übergangsstelle.

Genau dafür ist das integrierte Kugelgelenk da: Es erlaubt einen Schwenkbereich von 0° bis 13° – in jede Richtung. Damit müssen Grabenrichtung und Höhenversatz nicht exakt stimmen, und spätere Setzungen bringen die Verbindung nicht unter Zug.

⚠️ Die entscheidende Zahl beim Einbau ist die Kernbohrung: 257 ± 1 mm. Das Maß ist eng toleriert, weil die Dichtung des Sattelstücks darauf sitzt. Eine zu kleine Bohrung lässt sich nicht aufweiten, eine zu große dichtet nicht – es braucht also eine Diamantbohrkrone im richtigen Durchmesser und eine sauber rechtwinklig angesetzte Maschine. Bei Stahlbeton ist vorher die Bewehrungslage zu klären, und die Kante am unteren Bohrungsende gehört entgratet, damit sie die Dichtung nicht anschneidet. Der Bohrkern muss vollständig entnommen werden – ein im Kanal liegendes Betonstück ist die Ursache der nächsten Verstopfung.

Eine Bohrkrone dieser Größe führen wir nicht, und das sagen wir vor der Bestellung: Unsere größte Diamantbohrkrone hat 80 mm. Eine 257er Kernbohrung macht ein Kernbohrgerät mit Bohrständer und Wasserzuführung – üblicherweise bringt der ausführende Tiefbauer es mit. Planen Sie diesen Schritt ein, bevor der Graben offen ist.

Die Reihenfolge am Objekt – sie entscheidet darüber, ob die Arbeit in einem Zug durchläuft:

  • Hauptrohr freilegen und die Wanddicke am Bohrort messen – 50 bis 110 mm müssen es sein.
  • Bohrstelle festlegen und bei Stahlbeton die Bewehrung orten.
  • Kernbohrung setzen, Bohrkern herausnehmen, Kante entgraten.
  • Fläche trocknen und säubern – das Harz braucht einen staubfreien, tragfähigen Untergrund; auf nassem oder mehligem Beton hält es nicht.
  • Erst dann das ASSIL-Harz anmischen – ein Zweikomponentenharz hat eine begrenzte Verarbeitungszeit, und die läuft, sobald die Komponenten zusammen sind.
  • Sattelstück ansetzen, ausrichten, aushärten lassen – und die Einbauanleitung dabei offen liegen lassen, auch wenn man es schon einmal gemacht hat.

⚠️ Wo die Bohrung sitzt, ist eine Planungsfrage, keine Montageentscheidung: Der Anschluss bindet oberhalb der Sohle ein, damit die Anschlussleitung nicht im Abfluss des Hauptkanals steht. Höhenlage und Richtung gibt die Planung vor – das Kugelgelenk gleicht den Rest aus, nicht den Grundfehler.

⚠️ Und der Punkt, der an einem öffentlichen Kanal vor allem anderen steht: Ein Anschluss an das öffentliche Netz wird beim Netzbetreiber beantragt und abgenommen; die Entwässerungssatzung der Gemeinde regelt, wer ihn ausführen darf und wie er zu dokumentieren ist. Das gilt unabhängig davon, wie gut das Bauteil ist. Klären Sie das, bevor Sie bestellen – nicht, wenn der Bagger steht.

Zum Lieferumfang: Das ASSIL-Harz zum Verkleben liegt bei, ebenso die Einbauanleitung – es ist also kein separater Kleber zu bestellen. Der Werkstoff des Sattels ist PVC-U, weichmacherfrei, rotbraun.

Produktmerkmale:

  • Produktname: Funke FABEKUN-Sattelstück mit Kugelgelenk
  • Marke: Funke Kunststoffe | Herstellernummer: FAS400200
  • Hauptrohr: DN 400 | Anschluss: DN 200, 90°
  • Kernbohrung: 257 ± 1 mm
  • Wanddicke Hauptrohr: 50 bis 110 mm
  • Kugelgelenk: Schwenkbereich 0–13°
  • Werkstoff: PVC-U, weichmacherfrei, rotbraun
  • Geeignet für: Beton- und Stahlbetonrohre nach DIN EN 1916, Steinzeug
  • Lieferumfang: Sattelstück, ASSIL-Harz, Einbauanleitung
  • Nicht enthalten: Bohrkrone und Kernbohrgerät

Produktdetails:

  • Artikelnummer: 866755
  • EAN: 4022804300076
  • Gewicht: ca. 7,85 kg
  • Verkaufseinheit: je Stück

Vorteile im Überblick:

  • Der einzige DN-200-Abzweig im Programm: Alle übrigen Anschlüsse binden DN 160 an.
  • Rohrbettung bleibt erhalten: Kein Rohrausbau, kein Wiederherstellen des Auflagers.
  • Kanalbetrieb läuft weiter: Angebohrt wird von außen.
  • Kugelgelenk 0–13°: Spannungsfreier Anschluss trotz unterschiedlicher Setzung.
  • ASSIL-Harz liegt bei: Kein separater Kleber zu bestellen.

Anwendungsbereich:

Nachträglicher Anschluss von Sammelsträngen und größeren Objekten an Beton-, Stahlbeton- und Steinzeugkanäle DN 400, Flächenentwässerung sowie Erschließungsmaßnahmen im Tiefbau.

Verwendungshinweise:

  • ⚠️ Anschluss beim Netzbetreiber anmelden – die Entwässerungssatzung regelt Ausführung und Abnahme.
  • ⚠️ Kernbohrung 257 ± 1 mm – Diamantbohrkrone im passenden Durchmesser, rechtwinklig angesetzt; Gerät und Krone führen wir nicht.
  • Wanddicke des Hauptrohrs prüfen – 50 bis 110 mm; bei dünnwandigen Rohren gehört der CONNEX-Anschluss hin.
  • Bei Stahlbeton die Bewehrungslage klären, bevor gebohrt wird.
  • Bohrkante entgraten und den Bohrkern vollständig entnehmen.
  • Harz erst anmischen, wenn die Fläche trocken und sauber ist – die Verarbeitungszeit läuft ab dem Anmischen.
  • Nach dem Einbau auf Dichtheit prüfen, bevor der Graben verfüllt wird.

Sattelstücke mit DN-160-Anschluss für Hauptrohre von DN 250 bis DN 1800, CONNEX-Anschlüsse für dünnwandige Rohre, KG2000-Rohre und Formteile in DN/OD 200 von 0,5 bis 3 m sowie Gleitmittel für KG-Rohre führen wir ebenfalls – sagen Sie uns, welches Hauptrohr vor Ihnen liegt, dann stellen wir das Passende zusammen.

Informationen zur Produktsicherheit

Funke Kunststoffe GmbH

Siegenbeckstraße 15
59071 Hamm-Uentrop
Deutschland

E-Mail info@funkegruppe.de
Kontakt https://www.funkegruppe.de/
Telefon +49 2388 3071 0